Zum Radln brauchst die richtige Frau

Zum Radln brauchst die richtige Frau

Der österreichische Master-Radrennfahrer Gerhard Hrinkow

Der Master-Radrennfahrer Gerhard Hrinkow aus dem oberösterreichischen Reichraming ist ein fanatischer Grenzgänger auf zwei Rädern, Masters-Weltmeister 2004 und mehrfacher Vizeweltmeister, Europa- und Staatsmeister im Straßen- und Zeitfahren. Beim UCI Masters Radweltcup in St. Johann in Tirol ist er Stammgast und in seiner Altersgruppe fast immer auf einem Stockerlplatz zu finden. Schon über 20 mal hat er an dieser weltweit größten Radsportveranstaltung teilgenommen und ist begeistert: „Der Radweltpokal gefällt mir auch deshalb so gut, weil hier internationale Größen mit am Start sind. Es fahren auch viele mit, nur um dabei zu sein. Aber ich denke, circa 20 Prozent der Teilnehmer sind stark und fünf Prozent sehr stark.“ Wer ihn kennt, weiß, dass er sich ausschließlich an diesen fünf Prozent misst. Deswegen zählt er auch die Teilnahme mit dem Weltmeistertitel im Jahr 2004 zu seinen emotionalsten Sporterlebnissen: „Ich war immer vorne dabei, aber ich habe nie gewonnen, und da hab ich es endlich geschafft.“

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Der 1948 geborene Gerhard Hrinkow wurde schon als kleiner Bub vom „Radrenn-Virus“ infiziert. Als er damals eine Gruppe des Radclubs „Schartner Bombe“ vorbeifahren sah, war er nicht mehr zu halten, schwang sich aufs Radl und hetzte ihnen hinterher. Spätestens seit diesem Moment war es um ihn geschehen. Noch dazu, weil es in Oberösterreich damals wie heute zahlreiche Straßen zum Trainieren gab, und die wunderschöne Gegend ideal für den Radrennsport geeignet ist. Beste Voraussetzungen also für einen Charakter, der von absolutem Siegeswillen geprägt war und ist und hart und zäh dafür arbeitet, immer ganz vorne zu landen. Motto: „Um vorne dabei zu sein, muss man jeden Tag hart trainieren“, sagt der Vollblutprofi. Noch heute hält er sich daran und spult circa 20.000 km pro Jahr nach wöchentlich auf seine Leistung abgestimmtem Plan ab. Dem Radrennfahren ist er – abgesehen von einem kleinen „Seitensprung“ mit dem Mountainbike – treu geblieben, denn: „Eine Zeit lang war ich auch mit dem Bike unterwegs. Aber das dynamische Rollen mit dem Rennrad hat mich schon immer fasziniert. Das Freiheitsgefühl beim Rennradfahren ist unbeschreiblich.“

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Erfolge auf der Straße – vom Landesmeister bis zum Mannschaftsmeister – und die Zugehörigkeit zum öster reichischen Nationalteam und Traditionsclubs wie „Schartner Bombe“ oder SEDDA, sowie die Teilnahme an großen nationalen und internationalen Rundfahrten waren die „logische“ Konsequenz. Auch wenn die Intensität seines Engagements Gerhard Hrinkow zuweilen selbst ins Grübeln brachte: „Manchmal denkt man schon nach, ob andere Sachen zu kurz kommen. Ich habe einen Sohn, für den hatte ich sehr wenig Zeit durch meinen Radsport. Auch die Urlaube waren immer im Trainingslager. Es gab keine normalen Urlaube.“ Und dankbar für Unterstützung und Verständnis: „Zum Radeln brauchst die richtige Frau, sonst geht es nicht. Wenn die Frau nicht mitspielt, kannst zusammenpacken. Ich bin ständig unterwegs.“ Wenigstens nach seinem 62. Geburtstag war – „versprochen ist versprochen“ – eine Woche Urlaub ohne Rad angesagt.

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Gerhard Hrinkow hat gezeigt, dass er zu den weltweit besten Radfahrern seiner Altersklasse zählt. Der Reichraminger, der für seinen Ehrgeiz ebenso bekannt ist wie für seine Willenskraft, kann sie alle schlagen. Wenn es einmal doch nicht so klappt wie geplant, ist er penibel in der Analyse und ultrahart in der Korrektur. Zum Beispiel als ihm in St. Johann in Tirol 2010 mit Bronze nur wenige Zentimeter zum Titel fehlten: „Auf den Passagen, auf denen das Rad wie von selbst läuft, habe ich Sekunden verloren. Das muss ich ändern. Ich bin als Einziger mit einem Watt-Messgerät gefahren“, sagt er, „ich weiß genau, wo ich nicht genug Druck gemacht habe.“ Dort, wo es leicht bergauf geht, ist er ohnedies unschlagbar.

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Bei der letzten Ausgabe der UCI Weltmeisterschaft radelte sich Gerhard Hrinkow mit seinem eisernen Willen an die Spitze. 1.800 Starter aus allen Ecken der Welt reisten am 3. September 2015 nach Dänemark und lieferten sich einen hochspannenden Kampf um den Sieg. Mit dem Ergebnis kann der Reichraminger mehr als zufrieden sein: GOLD und Weltmeister auf der Straße der Klasse 65 bis 69.

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1986 machte Gerhard Hrinkow mit Bruder Alexander dank des gemeinsamen großen Schatzes an Rennsporterfahrung und dem damit verbundenen technisch-fachlichen Know How seine Radrennberufung mit einem eigenen Radsportgeschäft in Steyr auch zum Beruf. Der Radrennsport wurde weiter aktiv ausgeübt. Die Wartung der eigenen Räder und die der Clubkollegen brachten den guten Ruf im Servicebereich, die Mund - propaganda den Erfolg. Seit 1990 werden im Hause Hrinkow die Original Hrinkow-Bikes konzipiert, designed, konstruiert und im eigenen Rennteam getestet. Individuelle Bikes in eigener Fertigung: Von der Konzeption über Konstruktion und Design bis hin zur Fertigung. Die Kommunikation mit dem Benutzer gewährleistet ein höchstes Maß an Individualität und Qualität. Die Erfahrungen der Profibiker fließen direkt in diesen Prozess ein – jedes Bike wird exakt an die Proportionen des Fahrers angepasst. Allerdings hat Gerhard Hrinkov vor drei Jahren seine Anteile an diesem gemeinsamen Projekt wieder verkauft. Warum? Weil er so wieder mehr Zeit für den aktiven Radrennsport hat ... typisch Gerhard Hrinkow!

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