HELDEN DES RADSPORTS - Rudi Altig

HELDEN DES RADSPORTS - Rudi Altig

„50 Jahre Radsport und mehr als 1.000.000 Straßenkilometer“

Ziemlich genau 50 Jahre nach seinem legendären WM-Sieg kehrt Rudi Altig heuer auf den Nürburgring zurück. Als Namensgeber und Pate des UCI ME 1.1- Rennen im Rahmen von Rad am Ring. An sein Rennen damals könne er sich nicht mehr wirklich erinnern „Das ist ja über ein halbes Jahrhundert her!“, aber „Der Nürburgring ist nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt bekannt, hier ein Rennen zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes“.

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In den frühen 50er des letzten Jahrhunderts zwang ihn sein zwei Jahre älterer Bruder Willy zum Radsport. „Ich wollte damals eigentlich Fußballer werden, aber es lief von Anfang an ganz gut auf dem Rad“. Mit knapp 15 Jahren bestritt Rudi Altig seine ersten Rennen für den RRC Endspurt Mannheim und erreichte im Januar 1952 bei einem Querfeldeinrennen seinen ersten Sieg. Drei Monate später debütierte er auf der Straße und gewann die Bezirksmeisterschaft der B-Jugend. Obwohl er 1953 deutscher Juniorenmeister auf der Straße wurde, konzentrierte sich Altig in den folgenden Jahren auf den Bahnradsport, wo er oft zusammen mit seinem Bruder Willi startete. Bis 1959 errang er vier deutsche Bahnmeisterschaften. Den größten Erfolg seiner Amateurlaufbahn erreichte er mit dem Gewinn des Weltmeistertitels in der Einerverfolgung bei den Bahnweltmeisterschaften 1959. Wenig später stellte er zwei Weltrekorde über 1000 und 5000 Meter auf. „Doch irgendwann wurde mir die Bahn zu langweilig.“

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Den ersten Profi-Vertrag für Straßenrennen erhielt Altig 1962 bei der französischen Equipe Saint Raphael- Helyetton und wurde dort Teamkollege des Tour- und Girosiegers Jaques Anquetil. Gleich bei seiner ersten großen Rundfahrt, der Vuelta 1962 attackierte er seinen Kapitän und übernahm schon auf der 2. Etappe das Trikot des Führenden. Es kam zum Teaminternen Duell, das Altig endgültig auf der 14. Etappe für sich entschied. Anquetil und er aßen nicht mehr am gleichen Tisch, der Chef brach schließlich die Rundfahrt ab und Rudi Altig feiert seinen ersten Sieg bei einer der großen Landesrundfahrten.

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Im gleichen Jahr fuhr er noch als erster Deutscher und gefeierter Held im Grünen Trikot in Paris ein. Er ist die Tour insgesamt vier Mal gefahren, hat jedes Mal ein Gelbes Trikot getragen und hat in seiner Karriere acht Tour-Etappen gewonnen. 1966 war sein bestes Jahr: Er fuhr den Sieg bei der Toskana- und Piemont-Rundfahrt ein, holte zwei Giro- und drei Tour de France-Etappensiege und wurde Straßenweltmeister auf dem legendären Nürburgring.

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Leider gelang es Rudi Altig weder als Fahrer noch als deutscher Bundestrainer der Amateure den Titel noch mal für Deutschland zu gewinnen, denn „eigentlich wird das nach über 50 Jahren ja wieder mal Zeit“. Er selbst wird am Nürburgring nicht mehr auf´s Rad steigen. „Dafür ist die Strecke einfach zu schwer“ und mit Wettkämpfen sei bei Ihm seit langem Schluss „Es gab ja viele die in jungen Jahren nicht vom Fleck kamen und dann meinen, im hohen Alter das nach - holen zu müssen. Bei mir ist das nicht so!“

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Früher ist Früher und heute ist heute, natürlich habe sich viel am Material geändert, die Kommunikation sei komplett anderes, und die Ernährung habe von Steak zum Frühstück auf Energieriegel gewechselt, aber „Die Berge wurden ja in der Zeit nicht abgetragen und er Regen macht immer noch naß.“

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