HELDEN DES RADSPORTS - Bruno Risi

HELDEN DES RADSPORTS -  Bruno Risi

„Ich hab zwei Mal mein Hobby zum Beruf gemacht.“

Bruno Risi war ein Entertainer, den die Veranstalter immer gerne zu ihren Rennen eingeladen haben. Man konnte sich auf ihn verlassen. Egal, ob mit seinem langjährigen Partner kurt Betschart oder später Franco Marvulli. Wenn er auf der Bahn unterwegs war, war für das Publikum immer etwas geboten. Er fuhr seine Siege in Serie ein, ist 20facher Schweizer Meister, 7facher Weltmeister in den Disziplinen Punktefahren und im Zweier-Mannschaftsfahren. Er hat 37 Siege bei Sechstagerennen und mehrere Olympische Medaillen – aber bei den Olympischen Spielen hat er nie „Glück gehabt“ – weder in Sidney noch in Athen konnte er die ersehnte Goldmedaille gewinnen. Obwohl er immer als Top-Favorit angereist war.

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Angefangen hat alles wegen seinem älteren Bruder: Der hat in den frühen 70ern mit dem Radsport begonnen und den damals 11jährigen Bruno mitgezogen. Zum Glück hatten sie mit Geni Wipfli einen genialen Jugendtrainer, der nie den Leistungsgedanken, sondern immer den Spaß am Sport in den Vordergrund gestellt hat. Geni betreute die Jungs aus dem Urnerland, begleitete sie zu Rennen, organisierte das Training. „Damals gab es nicht so viel, was Du als Jugendlicher bei uns machen konntest und deshalb sind wir halt auf´s Velo“. Bruno und sein späterer Partner Kurt Betschart starteten für den VMC Erstfeld und bestritten klassische Straßenrennen. Über eine Sichtung des Schweizer Veloverbandes kam er 1985 zum ersten Mal auf die Bahn. Gesucht wurden Nachwuchsfahrer für die Schweizer Nationalmannschaft. Und der Modus lag Bruno: Ein Kilometer Sprint! Er wurde Zweiter und war damit in der Bahn Jugendnationalmannschaft der Schweiz.

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Parallel lief natürlich immer noch die Karriere als Straßenfahrer. Direkt nach dem Abschluss der Schulausbildung setzt er sich das klare Ziel, innerhalb von 4 Jahren Profi zu werden und vom Sport leben zu können. Gott sei Dank hatten seine Eltern ein Hotel in dem er nebenbei noch arbeiten konnte, denn so etwas wie Sportförderung gab es damals für Radfahrer noch nicht. Es war zu der Zeit sehr schwer, den Spagat zwischen Sport und Beruf zu leben – die Arbeitgeber dachten eher, man sei zu faul zum Arbeiten und die Fahrer waren darauf angewiesen einen sportverrückten Arbeitgeber zu finden der Ihnen die Zeit zum Trainieren ermöglichte. Nach zwei Jahren bei Amore Vita rückte aber immer mehr das Bahnfahren in den Vordergrund.

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Risi/Betschart hatten sich gefunden und vermarkteten sich immer mehr als „Brand“ das nur noch in ganz, ganz wenigen Fällen getrennt wurde. Das hat Ihnen eine gewisse Stärke und dann natürlich die Erfolge eingebracht.
Zusammen dominierten sie die Bahnszene fast 20 Jahre lang und gewannen alles, was es in diesem Sport zu gewinnen gibt.
Dabei kommt es Bruno mehr auf das Herz und die Leidenschaft an. Das Herz sich immer wieder vorzubereiten, die Leidenschaft vor Publikum zu fahren und dort immer sein Maximum zu geben – und das noch bis ins Alter von 41 Jahren.
Das Ende seiner langen Karriere war für Bruno eine Vernunftentscheidung. Er wollte gehen, solange er noch vorne mitfahren konnte und solange er den jungen noch davonfuhr und nicht erst, wenn er abgehängt wird. Im letzten Jahr hat er noch 3 Sechtagerennen gewonnen und war bis zum Schluss mit sehr viel Spaß an der Sache auf Top-Niveau vorne dabei.
Nach dem Karriereende ging es zuerst mal auf eine lange Reise und danach zum Berufsberater. Gott sei Dank lagen ihm einige Angebote vor, unter anderem von einem alten Bundesheer-Kameraden der mittlerweile der Schweiz-Chef eines bekannten deutschen Skiherstellers war.

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Da Bruno schon immer ein leidenschaftlicher Skifahrer war, konnte er zum zweiten Mal sein Hobby zum Beruf machen. Ist nun im Außendienst unterwegs und organisiert die Händler-Tests in der Schweiz.

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Von seinem Leben als Rad-Profi vermisst Bruno nichts. "Ich hatte eine sehr intensive, geniale Zeit. Und ich erinnere mich gerne und oft an sie zurück. Aber mir taugt mein 'neues Leben' genauso gut.'' Und seine Freizeit ist heute viel abwechslungsreicher: Mit seiner Familie geht er gerne in die Berge, wandert, fährt Ski und unternimmt auch sonst viel in der freien Natur. Auch das Rad hat er nicht ganz beiseitegelegt: ''Etwa 1500 Kilometer mache ich schon noch pro Jahr. Das ist natürlich nichts im Vergleich zu früher, aber jetzt habe ich auch nicht so viel Zeit dafür wie damals.''

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