TEAM STÖLTING

TEAM STÖLTING

Ein junges Team auf dem Weg nach Paris!

Als wir Mitte März Silvio Herklotz auf seinem Handy erreichen, ist er sehr kurz angebunden. Er sei gerade zu Hause in Berlin und auf dem Weg zu einem kurzen 2-Stunden Training. Und er sei so dick angezogen, dass er jetzt nicht mehr lange drinnen aushalten könne. So ist es im März 2013 in Deutschland. Im Norden und Osten herrschen sibirische Temperaturen und im Süden liegt Schnee! Nicht die idealen Voraussetzungen, um viele Kilometer für das erste Profijahr seiner noch jungen Karriere zu machen.

Silvio ist 18 Jahre und gilt als großes Rundfahrtentalent. Er wurde in der vergangenen Saison Deutscher Meister im Cross und bei den Junioren am Berg DM. International konnte er schon mit Rang zwei beim GP General Patton in Luxemburg und dem Giro Lunigiana in Italien, wo er zudem drei Etappen gewann, aufzeigen. Er hat jetzt einen Zweijahresvertrag beim Stölting Ruhr Profi Radteam unterschrieben und startet damit in seine Profilaufbahn. Das Radsport-Team Stölting arbeitet an einem ehrgeizigen Ziel: "Wir wollen in Gelsenkirchen neben dem FC Schalke 04 die bekannteste Marke werden", sagt Mark Musebrink aus der Geschäftsleitung der Stölting Service Group. Für den Radsport bedeutet dies, dass das Team mit seinem Sportlichen Leiter Jochen Hahn einen Plan für die kommenden drei Jahre hat, an dessen Ende nicht nur der Aufstieg zum deutschen Rad- Rennstall Nummer eins steht, sondern auch die Teilnahme an der World Tour, vor allem also an der Tour de France.

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Und deshalb hat Silvio dieses Jahr auch schon deutlich mehr Kilometer in den Beinen als im letzten Jahr bei den Junioren "Immer wenn das Wetter in Berlin zu schlecht zum Straßentraining war, stand entweder Krafttraining auf dem Plan oder wir waren mit dem Team im Süden." Und so war Silvio zusammen mit dem Team heuer schon in drei Trainingslagern: Ende Dezember und Ende Februar auf Mallorca und Mitte März noch mal in Kroatien, um sich auf die Saison 2013 vorzubereiten. Im zweiten Jahr seines Bestehens baut der aus 15 Fahrern bestehende Continental-Rennstall auf eine Riege junger deutscher Talente, sowie die beiden Routiniers Björn Schröder und Luke Roberts. "Wir sind trotz der beiden älteren Fahrer Luke und Björn ein sehr junges Team. Mit mir sind wir 4 Fahrer im Team, die im letzten Jahr noch bei den Junioren gefahren sind und dann kommen noch 4 weitere U23 dazu. Und ich denke, das macht unser Team aus: wir jungen Fahrer bringen den Ehrgeiz und die Motivation mit und die Älteren die Erfahrung. So profitieren wir alle gegenseitig voneinander", meint Silvio.

Luke Roberts, ist mit seinen 36 Jahren schon ein alter Hase. Er wechselte vom WorldTour-Team Saxo Bank zum Gelsenkirchener Continental-Rennstall. "Ende letzten Jahres bin ich durch ein paar Presseberichte auf das Team aufmerksam geworden. Ich hab dann mit meinen Ex-Kollegen aus Milram Zeiten, Jochen Hahn und Björn Schröder gesprochen, die mir Ihre Visionen und Ziel mit dem Team erklärt haben." Daraufhin hat Luke einen Einjahresvertrag unterzeichnet. "Ich bin im Januar 36 Jahre alt geworden, da wäre ein mehrjähriger Vertrag für beide Seiten nicht sinnvoll gewesen. So können wir von Saison zu Saison schauen".

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Natürlich soll und will Luke Ratgeber für die jungen Fahrer sein: "Das Team besteht aus sehr jungen Fahrern. Für die meisten ist es die erste Profi-Saison. Da ist es besonders wichtig, dass ein paar erfahrene Leute mit ihnen fahren." Luke hat in seine Laufbahn mit zig Trainern, Managern, Teamchefs, Ernährungsberatern, Ärzten und Mechanikern zusammengearbeitet "Da kann ich den Jungen Fahrern schon mit einigen Tipps weiterhelfen." Er will für alle im Team eine Ansprechpartner sein und bietet jedem seine Hilfe an. "Wenn ich meine aktive Karriere irgendwann mal beenden werde, will ich mit jungen Talenten arbeiten. Die Situation im Team bringt mich also auch weiter. Es ist eine Win-Win Situation." Dass die Idee funktionieren kann, zeigte sich beim Trainingslager deutlich. Die Stimmung im Team ist bestens und alle Fahrer genossen es, alle einmal komplett zusammen zu sein. Denn außer dem Trainingslager und der Teampräsentation kommt das Team selten in voller Stärke zusammen.

Neben einigen Trainingskilometern, steht dann natürlich auch die Rennplanung an. Für Silvio ist es dieses Jahr wichtig, sich gut weiter zu entwickeln. "Dazu gehört, dass ich mich an die längeren Rennen gewöhne und auch taktisch noch dazu lerne. Ansonsten will ich über die ganze Saison konstant gut fahren und mir noch einiges von den alten Hasen abschauen". Bei Luke steht eine Top-Platzierung bei ‚Rund um Köln' im Vordergrund. "Das ist ja quasi mein Heimrennen. Und ich freue mich auf die Bayernrundfahrt. Beide Rennen gehören für mich zu den schönsten der Welt!"

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Und dass er noch nicht zum alten Eisen gehört, hat Luke dann seinen jungen Teammitgliedern auch gleich noch eindrucksvoll bewiesen. Zum Abschluss des Trainingslagers nahm das Team am Trainingsrennen Trofeo Pabisa Chico teil. Luke konnte sich 15km vor dem Ziel mit einer Vierergruppe absetzten, die er kurz vor dem Ziel mit einer Tempoverschärfung sprengte, um sich dann im Zielsprint klar durchzusetzen und das Rennen für sich entschied. "Die Moral im Team und bei den jungen Fahrern ist beeindruckend und ansteckend, man fühlt sich selbst gleich viel jünger und schneller". Eine Win-Win Situation im besten Sinne des Wortes!

Mallorca Tipps Luke:

Ich komme seit 2008 jedes Jahr ein- bis zweimal nach Mallorca zum Training. Ich war schon überall auf der Insel, finde aber El Arenal als Ausgangspunkt am besten. Die Nähe zum Flughafen ist ein weiterer Pluspunkt.
Meine Lieblingsrunde startet also in El Arenal. Es geht zum Einrollen nach Inca, dann nach Lluc, Puig Major und zurück über den Col de Soller zurück.
Mein 'Geheimtipp' ist das Restaurant Marisqueria in Can Pastilla - super Paella!

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Mallorca Tipps Silvio:

Ich war jetzt schon 7-mal auf Mallorca und man freut sich jedes Mal aufs Neue. Für mich ist Santa Maria del Cami der perfekte Ausgangspunkt. Das ist ein schönes kleines Städtchen, zentral gelegen auf der Insel und man ist schnell in den Bergen.
An schönsten find ich die Runde über Puigpunyent, Galilea, Es Capdella, Andratx und dann an der Küstenstraße weiter Richtung Soller und über den Col de Soler zurück nach Santa Maria.
Wer auf viele Serpentinen, schmale Straße und keinen Verkehr steht, sollte den Cura Randa von der Südseite direkt von Llucmajor aus hochfahren.

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