ZILLERTAL

ZILLERTAL

„Wenn der Schnee weg ist, werden die Haxn rasiert.“

Roman Rohrmoser lebt seit seiner Geburt inmitten einer atemberaubenden Berglandschaft im Zillertal, Tirol. Von klein auf waren die Berge Romans Spielplatz, den er im Winter mit Skiern und im Sommer beim Klettern und Biken lieben lernte. Bis zum Alter von 15 Jahren durchlief der Tiroler die klassische österreichische Ski-Race-Ausbildung, bevor es ihn weg von den Slalomstangen hinein ins Backcountry zog. Heute ist der 30-jährige Familienvater einer der besten Freerider der Welt und aus Rücksicht auf die junge Familie das erste Mal seit Jahren im Sommer zuhause im Zillertal und nicht in Neuseeland beim Skifahren.

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Wie der Titel schon vermuten lässt, wird im Zillertal die Skiausrüstung durch die Radausrüstung im Frühjahr ausgetauscht. Bei manch so einem schon anfangs März, da kann es schon richtig fein warm sein im Tal. Am Vormittag noch auf den bestens präparierten Skipisten und am Nachmittag 1-2h Stunden locker am Rennrad durchs Zillertal ausradeln.

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Andersrum kann es aber sein, dass man im August auch schon mal in einen Schneesturm kommt, hoch oben auf der Zillertaler Höhenstrasse auf knapp 2000m. Aber grundsätzlich ist die Temperatur bei uns im Zillertal sehr fein zum Rennrad fahren.

Vielen ist nur die Zillertal Straße bzw. die Nebenstraßen als Rennrad Strecke bekannt, aber nach einer gewissen Grundausdauer, kann man im hinteren Zillertal richtig schöne Rennrad Touren fahren. Meine Favoriten sind die Seitentäler bzw. Gründe beginnend ab Mayrhofen und die Zillertaler Höhenstraße über Schwendberg. Vor allem an heißen Sommertagen sind die Mautstraßen hoch zu den Stauseen eine super schöne Runde, umgeben von senkrechten Felswänden, kalten Tunnel um „abzukühlen“ und Wasserfälle neben der Straße. Zu empfehlen ist ein zeitiger Start in der Früh, nicht nur wegen der brennenden Hitze in den unteren Abschnitten, sondern auch wegen dem Verkehr. Dieser hält sich jedoch in Grenzen, aber bei zeitigem Aufbruch kann gut sein, dass nur eine handvoll Autos an einem vorbei fahren.

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Meine Trainingsstrecke/n ist hoch zum Zillergrund Stausee und zum Schlegeis Stausee. Beide Touren starten in Mayrhofen. Am besten man radelt sich zuerst im Flachen etwas ein, fährt z.B. Tal auswärts nach Hippach und wieder nach Mayrhofen zurück, dass man nicht gleich mit der ersten Steigung beim Start konfrontiert wird und schon 10- 15km in den Beinen hat.

Beide Strecken ziehen sich zum Beginn durch eine Schlucht entlang, weiter entlang von großen Almwiesen, entlang der Gebirgsbäche und hoch zu den Stauseen. Steigungen und flachere Stücke wechseln sich bei beiden Touren angenehm ab.

Bei der Tour zum Schlegeis Stausee (ab Mayrhofen ca. 30km bis zur Speichersee Mauer hoch) ist ab der Mautstation Breitlahner eine einspurige Serpentinen Straße, welche durch eine Ampel geregelt wird.

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Durch alte Felsstollen und entlang des Bachbetts zieht sich die Straße hoch bis zur Schlegeis Staumauer, diese kann man schon aus recht großer Entfernung sehen. Umso näher man an die Mauer rankommt, umso massiver wird sie. Zum Schluss ziehen sich noch 3 Spitzkehren zum endgültigen Ende der Tour hinauf, bevor man durch den letzten Felsentunnel fährt und eine Wahnsinns Kulisse vor sich wiederfindet, mitten in den Zillertaler Alpen. Ähnlich ist es auch bei der Tour hoch zum Zillergrund Speichersee.

Der letzte Abschnitt beginnend ab Bärenbad, ist auch der Steilste und nur noch für berechtigte „KFZ“. Daher auch kaum befahren und eine wunderschöne letzte Bergetappe mit Überraschung, wenn man aus dem letzten (kältesten) Felstunnel rauskommt. (Licht empfohlen)

Ein absolutes Highlight ist auch die Zillertaler Höhenstraße, welche von mehreren Richtungen bzw. verschiedene Abschnitte gefahren werden können. Die ganze Runde beginnt in Hippach und führt über den Schwendberg hoch bis zur Maut und weiter bis Melchboden. Mit ca. 2000m ist man am höchsten Punkt der Höhenstraße und überblickt das ganze hintere Zillertal mit dem Hauptkamm und mehreren 3000ern.

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Weiter geht es Richtung Zellberg, da kann man dann eben das erste mal runter fahren oder man fährt nach Hochzillertal weiter. Dort ist wieder ein kurzer Anstieg zu überwinden, bevor es dann nach Kaltenbach/Ride runter geht. Die Runde kann man natürlich auch andersrum fahren oder auch abkürzen.

Für die ganz Motivierten kann man auch die Stauseen Runde mit der Höhenstraße kombinieren und man kommt an seine ca. 3000 – 5000hm am Tag. Viel Spaß damit, ich empfehle euch jedes Seitental für einen Tag und zur Krönung und Qual am Ende die Zillertaler Höhenstraße. Als kleinen Tipp: auf allen Straßen (vor allem den Mautstraßen zu den Stauseen hoch) muss man mit Kühen und deren Dreck auf der Straße rechnen, also fahrt mit Hirn um die Kurve und keiner muss einen Rekord aufstellen ;) den halte nämlich sowieso ich, haha. Roman Rohrmoser

TEXT: Roman Rohrmoser | FOTO: Michael Werlberger

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INFOBOX

Lage: Ferienregion Mayrhofen-Hippach
Anreise: Über die Inntalautobahn A12 bis zur Ausfahrt Zillertal und von dort noch 30 km auf der Zillertal Bundesstraße Nr. B169 bis nach Mayrhofen.
Strecken: Die Schlegeis Alpenstraße führt in eine atemberaubende Hochgebirgswelt. Auf der 13,3 km langen Strecke warten Wasserfälle, Natursteintunnel und mancher Gletscherausblick. Für echte Biker ist der Weg bereits das Ziel – alle anderen können sich am Ende auf den smaragdgrünen Stausee und ein pures Bergerlebnis freuen.
Rennrad Hotels: www.mayrhofen.at/sommer-urlaub-ferien-familie/biken/bike-spezialisten
Website: www.mayrhofen.at

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