Bicicletta da Corsa Magazin - page 3

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Als wir das Interview mit Francesco Moser für unsere Rubrik „Hel-
den des Radsports“ geführt haben, war er gerade beim Giro d'Italia
unterwegs. Auf unsere Frage, was sich in den Jahren seit seiner ak-
tiven Zeit dort verändert hat, erzählte er uns, es sei viel internatio-
naler geworden. Die Etappen seien kürzer, aber der Streß für die
Fahrer durch die langen und vielen Transfers viel höher.
Das zeigt mir, egal was die Deutsche Presse über den Radsport
schreibt und sendet, dass Radsport international
boomt. In Spanien, Frankreich und Italien war
die Begeisterung ja schon immer frenetisch. Und
die Fahrer wurden und werden geschätzt und
verehrt. Und seit dem Tour-Sieg von Bradley Wiggens geht in Eng-
land radsportmäßig auch die Post ab. Grund genug für uns, uns mal
auf der Insel umzuschauen und mit einem Rennradprofi von der
Insel zu sprechen.
Eigentlich boomt ja „Rennrad“ auch in Deutschland. Die Verkaufs-
zahlen gehen seit Jahren nach oben, man sieht immer mehr Renn-
radvereine und –clubs, und die Marathonveranstaltungen und
Jedermann Rennen sind populär wie nie. Beeindruckend ist auch,
wie und mit welcher Professionalität die „Hobbyfahrer“ beim Ger-
man Cycle cup zu Werke gehen. Auch hier haben wir uns mal beim
entscheidenden Rennen, dem Riderman, umgeschaut.
Aber zurück zum Giro und unserem großen Helden „Francesco Na-
zionale“. Jeder der eine der Schlechtwetteretappen gesehen hat,
wird mir Recht geben, dass die um keinen Meter länger hätten sein
müssen. Ich hab mir bei der Fahrt von Toblach nach Cortina
d'Ampezzo, als die Schneehöhe entlang der Straße von Kilometer
zu Kilometer immer höher wurde nur gedacht: „Oh Gott, die
Armen“. Egal welche High-Tech Klamotten man auch an hat – ir-
gendwann wird es nass und kalt. Sehr nass und sehr kalt. Da musste
ich sofort an den Ötztaler letztes Jahr denken, als ich vor lauter Zit-
tern oben am Timmelsjoch meine Jacke nicht anziehen konnte. Und
als ich es endlich geschafft hatte, musste ich bei der
Abfahrt mehrmals stehenbleiben und konnte auch
nicht mehr über 40 km/h fahren, weil ich so gezit-
tert habe, dass sich mein Zittern auf´s Rad übertrug
und sich das ganze so aufgeschaukelt hat.
Eigentlich habe ich ja eine feste Maxime: „Bei Regen und unter 10°
steig ich nicht auf´s Rad“. Und das wurde letztes Jahr und bei den
Bilder vomGiro wieder mal untermauert und ich werde es mir auch
mit roten Buchstabe auf die Tür meines Radkellers schreiben.
Viel lieber halte ich es da wie Francesco Moser: „Ein perfekter Tag,
ist ein schöner Sommertag, mit einem schönen Giro mit Freunden
in meiner schönen Heimat Trentino. Dann ein bisschen imWeingut
arbeiten und viel Zeit mit der Familie verbringen.“
Und was der Sheriff sagt, ist Gesetz!
In der Hoffnung auf eine baldige (und nachhaltige!) Wetterbesse-
rung.
Kette rechts
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: Campagnolo,
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