Seite 29 - Bicicletta da Corsa Magazin No.2

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zum Leben und er durfte das tun, was er liebt. Doch dann
starb seine Frau, die in der kleinen Firma die Bücher führte,
sein Partner wollte sich zur Ruhe setzten und sein Sohn hatte
kein Interesse die Firma zu übernehmen. Die Zeit der Stahl-
rahmen war definitv vorbei, Mauro war „Handwerker“ und
kein Geschäftsmann.
Ein Glück, dass er einen alten Freund in Raubling hatte: Kon-
rad Irlbacher, Chef der Fahrrad-
marke Corratec. Mauro vertrieb
damals schon Corratec Räder
und Parts in Italien und als der
Vorschlag kam, nach Deutsch-
land zu kommen und dort wei-
ter Rahmen zu bauen, war die Entscheidung schnell
getroffen.
Irlbacher hatte eine Idee – hochwertige, personalisierte
Carbonrahmen um seine Produktsortiment nach oben abzu-
runden.
Carbon war für Mauro eine neue Herausforderung. Nach wie
vor ist er überzeugter und liebender „Stahlbauer“. Bei Stahl
leuchten seine Augen, aber der Markt verlange nach leichten,
steifen und zuverlässigen Rahmen. Und unglücklicherweise
muß man sich am Markt orientieren. Mittlerweile hat er sich
aber mit dem Material angefreundet. Er baut klassische Rah-
men – aus Überzeugung und weil sie Ihm besser gefallen als
die Oversized-Rahmen der Mitbewerber. Heute klebt er, was
er früher geschweißt hat. Vieles erinnert noch an die gute
alte Zeit des gemufften Stahl-
rahmens. Das Rohrregal, die
Säge zum ablängen der Rohre,
die uralte Rahmenlehre, die
Mauro aus seiner Werkstatt in
Turin mitgebracht hat.
Der Rahmen sei immer das Herzstück des Rades. Er macht
95% aus – egal aus welchen Werkstoff er ist. Ein Maßgefer-
tigter Carbonrahmen sei leicht, steiff und für jeden Radfahrer
eine Offenbahrung aber ein schön aufgebauter, dünner Stahl-
rahmen sei fast eine Kunstwerk und was für´s Herz!
Heute klebt er,
was er früher
geschweißt hat.
Domanda:
Sie leben seite 10 Jahren in Bayern, sprechen Sie
Deutsch?
NO….Solo Italiano
Bier oder Rotwein?
Bier
Pasta or „Schweinsbraten“?
Beide gleich gut!
Der wichtigste Grundsatz beim Rennradfahren?
Keine Drogen
Ein absolutes „No go“?
Drogen
Was war Ihr schönster Moment im professionellen
Radsport?
Der große Sieg von di Rujano in Sestriere
während der Giro D’Italia.