Seite 19 - Bicicletta da Corsa Magazin No.2

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Der Start der Etappe fügt sich komplett ins Bild: Der Park-
platz der Cooperativo Piccoli Frutti in einem Industriege-
biet kurz hinter Pergine Valsugana. Eine kleinen Tribüne
für die Einschreibung, die UCI wiegt einige Räder, die Stars
geben Interviews. Jessica die Teamärztin schaut sich noch
mal die kleine Blessuren an, Jacek massiert mit Aufwärmöl
die Beine und dann geht es auch gleich in die Startforma-
tion. Links und rechts am Stra-
ßenrand stehen zwei Frei-
willige mit zwei Schildern
„Kilometro 0“, ein paar Zu-
schauer wuseln rum und ehe
man sich‘s versieht geht es
schon los.
Die heutige dritte Etappe geht
von Pergine Valsugana nach
Trento, Affi, Lumini, Garda, Brenzone und dem giftigen
Schlussanstieg am Ostufer des Gardasee nach Prada. Das
Peloton ist schnell. In Trento dürfen die Radfahrer und der
ganze Tross sogar über die Autobahn! Ein krasses Bild, das
wahrscheinlich auch nur hier im radverrückten Italien
möglich ist. Wir müssen Gas geben um dranzubleiben. An
der Verpflegungsstation in Avio geht auch alles sehr
schnell. Jacek und die anderen Betreuer springen aus den
Autos, das Feld kommt ohne nennenswert die Geschwin-
digkeit zu verringern. Die Wasserträger lassen sich nur
etwas zurückfallen und nehmen gekonnt und bei fast vol-
lem Tempo die Umhänge Beutel von den am Straßenrand
stehenden Betreuern in Empfang. Die Motorräder und Be-
gleitfahrzeuge rauschen vorbei. Alle hüpfen zurück in die
Autos und weg sind sie. Außer ein paar weggeworfenen
Trinkflaschen erinnert nach 5 Minuten nichts mehr an ein
Radrennen.
Am Gardasee scheint Gott sei Dank die Sonne. In San Zeno
haben es sich einige Fans am Straßenrand gemütlich ge-
macht. Natürlich müssen auch wir den Wein probieren
und ein Stück Salami essen. „Viva Italia, Viva Korsika“ ruft
Michele und schwenkt dazu seine korsische Fahne als die
Radfahrer vorbeirasen.
Am Schlussanstieg haben es unsere Jungs vom Team
NetApp wirklich geschafft, Bartosz in die Führungsgruppe
zu fahren. Es geht von Porto di Brenzone über Castello die
Brenzone auf der Via del Sole hoch nach Prada. Eine kleine,
bis zu 19% steile Straße. 1100 Höhenmeter auf knapp 10 km.
Eine brutale Rampe. Die Bergfahrer haben sich deutlich ab-
gesetzt. Bartosz geht mit schmerzverzerrtem Gesicht als
fünfter über die Bergwertung und kann diesen Platz dann
auch noch auf den letzten zwei flachen Kilometern vertei-
digen.
Wenn man in die Gesichter der
Fahrer bei der Zieldurchfahrt
blickt, sieht man die Anstren-
gung, das Leiden und die
Schmerzen. 30 Meter hinter
der Ziellinie steht Jacek mit
ersten Getränken, Schokolade
und den warmen Jacken. Als
wir den Team Bus erreichen, telefoniert Enrico mit
Deutschland und gibt die Ergebnisse und den Verlauf des
Rennens durch. Die Fahrer trudeln der Reihe nach ein und
verschwinden im Bus. Der Motor läuft schon, die Zu-
schauer gehen zu Ihren Autos und auf den letzten 1000m
wird schon wieder die Absperrung abgebaut.
Wir bedanken uns beim Organisationskomitte des Giro del
Trentino, Trentino Marketing und dem Team NetApp.
Viel Erfolg beim Giro!
In Trento rollt das Peloton
sogar über die Autobahn!
Wir müssen Gas geben um
dranzubleiben.
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und zugleich herausragend beim Grip. Am klarsten spielt es seine
Überlegenheit auf regennassen Alpenpässen aus. Darum ist SCHWALBE
die Reifenwahl Nummer eins für RADIOSHACK NISSAN TREK."